Österreichs Missionare im Home Office

Geht das? Lektionen und Botschaften unserer Elders und Sisters per Hangout & Co.

Sister Find und Sister Gerstner in Neumarkt
Sister Find und Sister Gerstner unterwegs im Gemeindegebiet Neumarkt, Pfahl Salzburg

Aufgrund der Anweisungen von Regierungsvertretern und der Bedenken um die Gesundheit von Missionaren, Gemeindemitgliedern und Freunden gibt es aktuell keine persönlichen Treffen der in Österreich dienenden Missionare mit ihnen. Die Elders und Sisters wünschen sich jedoch, mit den Gemeindemitgliedern in Verbindung zu bleiben und ihre Zeit zu nutzen, um ihr Zeugnis zu teilen, Menschen aufzubauen und zu belehren.

In den kommenden Tagen bis zur Frühjahrs-Generalkonferenz am 4. und 5. April 2020, bei der an die wunderbaren Ereignisse vor 200 Jahren gedacht wird, sind unsere Missionare darauf vorbereitet, Menschen per Videotelefon, Hangout oder verschiedene Konferenz-Apps über Joseph Smith und die Erste Vision zu belehren. Auf diese Weise möchten sie mithelfen, die Mitglieder in Österreich geistig darauf vorzubereiten. 

Einige Mitglieder waren schon sehr erfinderisch darin, sich in dieser herausfordernden Zeit mit den Missionaren über digitale Kanäle zu 'treffen'. Schwestern schickten ihnen Kochrezepte oder kochten für sie und stellen ihnen das Essen vor die Tür, andere luden sie ein, sich bei ihnen einen Kuchen abzuholen. In Linz hat man Fitnessübungen für die Elders zusammengestellt, in Wien wurden sie von einer Familie zum 'Dinner' eingeladen. 'Wir bestellen ihnen und uns eine Pizza (beim Lieferservice) und essen dann gemeinsam auf Hangouts', erklärt Bruder René Krywult aus der Gemeinde Wien 2. Andere rufen ihre Missionare einfach an oder bitten sie darum, ihnen eine geistige Botschaft zu geben...

Elder Mika und Elder Burton dienen zur Zeit in Klagenfurt
Elder Mika und Elder Burton dienen zur Zeit in der Gemeinde Klagenfurt

Elder Kazuhiko Yamashita von den Siebzigern sagt: 'Die Missionare sind ein Schatz der Kirche.' Wir sind in dieser Zeit dankbar, dass wir noch Missionare in unserem Land haben.

Auch Präsident Russel M. Nelson hat in seinen Botschaften seit Ausbruch der Coronapandemie betont, dass wir uns umeinander kümmern sollen. 'Mit der Hilfe des Himmlischen Vaters werden wir Möglichkeiten und Wege zu finden, wie wir mit den Elders regelmäßig in Verbindung bleiben können, um uns gegenseitig zu unterstützen und zu stärken', sagt Bruder Markus Ausobsky, Hoherat für Missionsarbeit im Pfahl Salzburg. 'Durch den intensiven Kontakt mit den Missionaren in unserem Pfahl spüre ich anhand ihrer Reaktionen, wie dankbar Sie für jede Form der Aufmerksamkeit sind, die man Ihnen entgegen bringt.'

Und Elder David A. Bednar vom Kollegium der Zwölf Apostel beschreibt, wie wir einen christlichen Charakter entwickeln, indem wir trotz unserer eigenen Not die Not anderer wahrnehmen und uns um sie kümmern. Er sagt: 'Das vielleicht deutlichste Kennzeichen von Charakterstärke ist die Fähigkeit, dass man wahrnimmt und entsprechend handelt, wenn jemand die gleiche Prüfung durchmacht oder sich in der gleichen Notlage befindet, die uns gerade selbst besonders stark belastet. Charakterstärke wird beispielsweise offenbar, wenn wir das Leiden anderer erkennen können, obwohl wir selbst leiden, wenn wir den Hunger anderer wahrnehmen, obwohl wir selbst hungrig sind, und wenn wir die Kraft aufbringen, anderen zu helfen, die sich in geistiger Qual befinden, und ihnen Mitgefühl entgegenzubringen, obwohl wir uns selbst in geistiger Drangsal befinden. Wir zeigen also Charakterstärke, wenn wir uns um andere kümmern und ihnen die Hand entgegenstrecken, obwohl wir uns normalerweise instinktiv nur um uns selbst kümmern und uns zurückziehen würden.' (Vgl. Liahona, Oktober 2017, 'Ein christusgleicher Charakter')