Umweltschutz und sorgsamer Umgang mit unserer Erde

Überlegungen für einen nachhaltigen Lebensstil - aus den Lehren des Evangeliums der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage

Ratschläge für einen nachhaltigen Lebensstil - aus den Lehren des Evangeliums der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage
„Tatsächlich sind wir moralisch verpflichtet, dieses Land unseren Nachfolgern zu übergeben – nicht seiner Fruchtbarkeit entzogen, sondern verbessert in Qualität, Produktivität und Nützlichkeit für zukünftige Generationen.“ (Präsident Ezra Taft Benson)

aus dem Leitfaden: Evangeliumsthemen

Diese schöne Erde und alle Dinge darauf sind die Schöpfungen Gottes (siehe Genesis 1:1; Mose 2:1; Johannes 1:10; 2 Nephi 2:14). Als Nutznießer dieser göttlichen Schöpfung sollten wir für die Erde sorgen, sie weise verwalten und sie für zukünftige Generationen bewahren. Die Erde und alles auf ihr sind Teil von Gottes Plan zur Erlösung seiner Kinder und sollten verantwortungsvoll genutzt werden, um die Menschheitsfamilie zu ernähren (siehe 1 Nephi 17:36; Mose 1:39; Abraham 3:24–25). Alle sind jedoch Verwalter – keine Eigentümer – über diese Erde und ihre Großzügigkeit und werden vor Gott für das verantwortlich sein, was sie mit seinen Schöpfungen tun (siehe Lehre und Bündnisse 104:13-15). Die ganze Menschheit sollte dankbar das nutzen, was Gott gegeben hat, vermeiden, Leben und Ressourcen zu verschwenden, und die Großzügigkeit der Erde nutzen, um sich um die Armen und Bedürftigen zu kümmern (siehe Lehre und Bündnisse 49:19–21).

Um den Schöpfer wirklich zu ehren, müssen wir seine Schöpfungen schätzen. Gott möchte, dass seine Schöpfungen angenehm anzusehen sind und den Verstand und den Geist beleben (siehe Lehre und Bündnisse 59:15–19). Aus diesem Grund beleidigt es Ihn, die Erde zu verunstalten. Es ist wichtig, die Herrlichkeit und Größe Gottes in allem was uns umgibt zu erkennen und zu schätzen (siehe Lehre und Bündnisse 59:20–21), denn der Zustand der menschlichen Seele und die Umwelt sind miteinander verbunden – jeder beeinflusst den anderen. Die Erde, alle Lebewesen und die Weite des Universums zeugen von ihm und seiner Liebe für uns (siehe Alma 30:44; Lehre und Bündnisse 88:45,47).

Hier folgt ein Zitat aus: Joseph Smith Letterbook 1, p. 2–3, Joseph Smith Papers, Church History Library, Salt Lake City, Utah; Schreibung modernisiert:

Joseph Smith, Seher und Offenbarer der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage
Joseph Smith, Prophet und Seher der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage

„Ich sah die Sonne an, die herrlichen Lichter der Erde, und auch den Mond, der in seiner Majestät durch den Himmel rollte, und auch die Sterne, die in ihren Bahnen leuchteten, und auch die Erde, auf der ich stand, und die Tiere des Feldes und die Vögel des Himmels und die Fische des Wassers, und auch den Menschen, der majestätisch auf der Erde wandelt . . . . Und als ich über diese Dinge nachdachte, rief mein Herz aus: 'All dies gibt Zeugnis und zeugt von einer allmächtigen und allgegenwärtigen Macht, einem Wesen, das Gesetze erlässt und beschließt und alles an seine Grenzen bindet.'“ (Joseph Smith)


Warum kümmert sich Gott um die Erde?

Berichte und Darstellungen der Schöpfung zeigen, dass Gott sich um alles kümmert, was er geschaffen hat – seine Kinder, die Erde und alle Lebewesen darauf. Die Erde und ihre Fülle wurden zuerst geistig erschaffen (siehe Mose 3:4-5), und die große Vielfalt der von Gott geschaffenen Lebensformen verleiht der Erde ihre Schönheit und Vielfalt. Die Erde und ihre Schöpfungen sind ewig (siehe Lehre und Bündnisse 77:1–2). Die Erde wird geheiligt und erhält celestiale Herrlichkeit (siehe Lehre und Bündnisse 88:18–19). Es wird das Zuhause der Rechtschaffenen sein, die sich der Gegenwart Gottes erfreuen werden (siehe Lehre und Bündnisse 88:25–26).

Wie kann ich mich in meiner Umgebung engagieren, um für die Erde zu sorgen?

Erkundigen Sie sich bei Ihrem örtlichen Energieversorgungsunternehmen, örtlichen Gemeindegruppen oder im Internet nach Vorschlägen zum Energiesparen und zum Recycling. Unterstützen Sie kommunale Recyclingprogramme. Ziehen Sie in Erwägung, einen Gemeinschaftsgarten anzulegen. Unterstützen Sie lokale Bürgerinitiativen, die sich für Verantwortung und Naturschutz einsetzen. Seien Sie ein engagierter Bürger in der Regierung. Seien Sie informiert, respektieren Sie die Ansichten anderer und behandeln Sie jeden mit Höflichkeit.

Was kann ich noch machen?

Lernen Sie, denken Sie darüber nach und beten Sie darüber, was Sie tun können, um ein besserer Haushalter zu sein. Gehen Sie sparsam und ehrfürchtig mit den Ressourcen der Erde um. Nehmen Sie Lebensstile und persönliche Gewohnheiten an, die die Schöpfung respektieren. Pflegen und erhalten Sie die Orte, an denen Sie leben, arbeiten, sich erholen und anbeten, so gut Sie können. Gestalten Sie Ihren eigenen Wohnraum schöner und inspirierender. Betrachten Sie die Art und Weise, wie die Natur Zeugnis von Gott ablegt, und die Harmonie zwischen den Gesetzen und Mustern der Natur und dem Evangelium Jesu Christi mit Ehrfurcht.

Vgl. auch weitere Beiträge zu diesem Thema:

Elder Steven E. Snow von den Siebzigern, Oktober 2018: Der moralische Imperativ des sorgsamen Wirtschaftens

Elder Marcus B. Nach von den Siebzigern, April 2013: Rechtschaffene Herrschaft und Mitgefühl für die Erde