Botschaft von der Gebietsführerschaft

Die Segnungen des Tempels

Die heiligsten Orte auf Erden sind die Tempel, wo der Erretter bei der Gottesverehrung im Mittelpunkt steht.

Lissabon Tempel - Außenansicht
Lissabon Tempel - Außenansicht

Elder Joaquim J. Moreira, Portugal

Gebietssiebziger

 

Mose beschrieb, wie Adam vom Herrn der Plan des Glücklichseins erklärt wurde: „Und siehe, alles hat sein Gleichnis, und alles ist erschaffen und gemacht worden, dass es von mir Zeugnis gebe, sowohl das, was zeitlich ist, als auch das, was geistig ist; das, was oben in den Himmeln ist, und das, was auf der Erde ist, und das, was in der Erde ist, und das, was unter der Erde ist – oben wie unten: Alles gibt Zeugnis von mir.“1

Die heiligsten Orte auf Erden sind die Tempel, die ein Zeugnis dafür sind, dass der Erretter bei der Gottesverehrung dort im Mittelpunkt steht. Die folgenden Worte findet man an jedem Tempel: „Heilig dem Herrn“ und „Das Haus des Herrn“.

Als Jesus Christus bei den Nephiten erschien, forderte er alle Kinder auf, zu ihm zu kommen. Das wird so beschrieben: „So brachten sie ihre kleinen Kinder und setzten sie rings um ihn auf den Boden nieder, und Jesus stand in der Mitte; und die Menge machte Platz, bis sie alle zu ihm gebracht worden waren.“2

 

Elder Joaquim J. Moreira, Portugal Gebietssiebziger
Elder Joaquim J. Moreira, Portugal Gebietssiebziger

Wie man sieht, besteht eine der Segnungen des Tempels darin, zum Herrn gebracht zu werden, um von ihm und mit ihm lernen zu können und dann so wie er zu werden.

Im Tempel erfahren wir vom Sinn des Lebens, wer wir sind, wo wir herkommen, warum wir hier sind und was nach dem Erdenleben mit uns geschieht.

Zur Umsetzung dieser Lehren in unserem Leben gehört auch, dass wir als Tempelbesucher dem Herrn heilige Versprechen geben, die man Bündnisse nennt. 

Zu diesen Bündnissen gehört, Gott zu gehorchen, Jesus Christus nachzufolgen, sittlich rein zu sein, die eigene Zeit und die eigenen Talente dem Herrn zu weihen und ihm zu dienen. 

Diese Verpflichtungen werden uns im täglichen Leben zur Richtschnur. Wenn wir diese Bündnisse in Ehren halten, werden wir mit mehr Frieden, Freude und Segnungen in diesem Leben belohnt und machen uns bereit, zu Gott zurückzukehren, um für immer bei ihm zu leben.

Zu den Segnungen des Tempels gehören auch die Ruhe, das Gebet und die Gedanken, die zum Himmel aufsteigen – dem Ort, wo wir dereinst mit unseren Lieben in der Gegenwart unseres himmlischen Vaters und Jesu Christi für immer leben können.

Eine weitere Segnung besteht in der Erfüllung der Prophezeiung des Propheten Maleachi. „Bevor aber der Tag des Herrn kommt, der große und furchtbare Tag, seht, da sende ich zu euch den Propheten Elija.


Wenn Sie Gott im Tempel verehren[,] empfangen Sie vermehrt persönliche Offenbarung. (Präsident Russel M. Nelson)


Lissabon Tempel - Baptisterium
Lissabon Tempel - Baptisterium

Er wird das Herz der Väter wieder den Söhnen zuwenden und das Herz der Söhne ihren Vätern, damit ich nicht kommen und das Land dem Untergang weihen muss.“3

Mit seiner Taufe hat Jesus Christus gezeigt, dass er sich verpflichtet hat, alle Gebote Gottes zu halten. Jesus hat später auch verkündet, dass die Taufe notwendig sei, um ins Reich Gottes zu gelangen. Aber was ist mit denjenigen, die ohne Taufe sterben? 

Im Tempel werden Taufen und andere notwendige heilige Handlungen stellvertretend für diejenigen vollzogen, die vor ihrem Tod keine Gelegenheit hatten, sie an sich vollziehen zu lassen. Durch solche heiligen Handlungen erstreckt sich die errettende Gnade Jesu Christi auf alle Menschen. Dieser Dienst am Nächsten ist ein Geschenk aus Liebe – und da die Heiligen der Letzten Tage glauben, dass das Leben nach dem Tod weitergeht, glauben sie auch, dass die Verstorbenen von den heiligen Handlungen erfahren und selbst entscheiden können, ob sie sie annehmen.

Durch genealogische Forschung finden Heilige der Letzten Tage Informationen zu ihren Vorfahren und nehmen deren Namen mit in den Tempel, um dort die heiligen Handlungen für sie vorzunehmen. 

Als die derzeitige Erste Präsidentschaft berufen wurde, sagte Präsident Russell M. Nelson: „Wir alle [arbeiten darauf hin], im Haus des Herrn mit Macht ausgestattet zu werden, als Familie gesiegelt zu werden und den Bündnissen, die man im Tempel eingeht, treu zu sein, damit wir der größten Gabe Gottes würdig sind: ewiges Leben. … Wenn Sie Gott im Tempel verehren[,] empfangen Sie vermehrt persönliche Offenbarung.“4

Ich lade jedermann ein, den Tempel zu besuchen und in den Genuss dieser Segnungen und Verheißungen zu kommen.

 

Anmerkungen

  1. Mose 6:63

  2. 3 Nephi 17:12

  3. Maleachi 3:23,24; Einheitsübersetzung 1980

  4. Liahona, April 2018, Seite 7