Gestützt auf einfache Wahrheiten

'Ich wollte einfach die Freude, die mir das Evangelium gab, mit anderen Menschen teilen' (Alexandra Calame, Gemeinde Wien 3)

Eine Missionarin in Dänemark erlebt, wie genau der Herr sie als Person kennt und wie er Menschen mit ihren Schwächen dazu beruft, in seinem Weingarten machtvoll Zeugnis zu geben.
Eine Missionarin in Dänemark erlebt, wie genau der Herr sie als Person kennt und wie er Menschen mit ihren Schwächen dazu beruft, in seinem Weingarten machtvoll Zeugnis zu geben.

Alexandra Calame, Gemeinde Wien 3

 

Als ich als relativ neu getauftes Mitglied meine Vollzeitmission in Dänemark antrat, war ich mir unsicher, ob mein limitiertes Wissen überhaupt genug war, um dem Herrn dienen zu können. Ich hatte das Buch Mormon nur wenige Male gelesen und mit der Bibel und den anderen Heiligen Schriften kannte ich mich überhaupt nicht aus. Aber ich hatte ein starkes Zeugnis von Jesus Christus und unserem Vater im Himmel und wollte die Freude, die ich dadurch verspürte, mit anderen Menschen teilen.

Oft habe ich diese Unsicherheiten mit meinem Vater im Himmel besprochen und darum gebeten, diese verschwinden zu lassen. Doch bereits sehr früh auf Mission durfte ich lernen, dass der Herr etwas anderes für mich geplant hatte. In Ether 12:27 lesen wir, dass wir uns bloß vor dem Herrn demütigen müssen, damit unsere Schwächen zu Stärken gemacht werden können. Diese Schriftstelle hat mir vor allem in Momenten der Verzweiflung Stärke gegeben und ich wusste, dass der Herr mich nicht alleine lassen würde.

Mein beschränktes Wissen hat mir die Möglichkeit gegeben, ganz einfach und klar Zeugnis zu geben. Meine Erfahrungen ermöglichten es mir, mich mit Freunden der Kirche zu identifizieren und ihre Schwierigkeiten nachvollziehen zu können.

Obwohl ich meine Kenntnisse im Evangelium über die letzten Jahre vertiefen konnte, stützt sich mein Zeugnis noch immer auf die einfachen Wahrheiten, die ich schon zum Zeitpunkt meiner Taufe wusste: Ich weiß, dass Gott lebt. Ich weiß, dass Jesus Christus für mich gestorben und wieder auferstanden ist. Und ich weiß, dass jeder Mensch trotz seiner Schwächen und Ängste zu ihnen zurückkehren kann.