Frieden, Dankbarkeit und der Sieg des Herrn in unserem Leben

Eine Sonderversammlung des Pfahles Salzburg während des Lockdowns im November 2020 erreicht viele Teilnehmer über Zoom

Besonders berührend war es, als die Kinder des Pfahles den Mitgliedern zugewunken haben.
Besonders berührend war es, als die Kinder des Pfahles den Mitgliedern zugewunken haben.

Im Frühjahr 2020 hätte die Salzburger Pfahlpräsidentschaft nach zehn Jahren aufopferndem Dienst entlassen und neu aufgestellt werden sollen. Sowohl die Frühjahrs-, als auch die Herbstkonferenz, in denen dieser Wechsel erfolgen hätte sollen, waren geplant, konnten aber im letzten Moment wegen der Covid-Beschränkungen nicht stattfinden. So ging die Pfahlpräsidentschaft mit Franz Mielacher als Präsidenten und Achim Erlacher und Benjamino Gessati als Ratgeber „in die Verlängerung“.

Doch die Mitglieder des südwestösterreichischen Pfahles hatten am 29. November 2020 die Gelegenheit, einander in einer von Calvin Erlacher technisch hervorragend unterstützten digitalen Sonderversammlung „wiederzusehen“ und sogar einander zuzuwinken. Die Musik kam vom Tabernakelchor (Komm, du Fülle jedes Segens, Gehet tapfer vorwärts im Werk unseres Herrn) und von jugendlichen Sängern. Teil der Versammlung war auch eine allgemeine Abstimmung der Mitglieder, und für einen Moment lang konnte man durch Seiten mit Teilnehmern scrollen und sah die Kinder, die in die Bildschirme winkten!

Frieden finden

Präsident Gessati sprach darüber, wie wir in dieser Zeit Frieden finden können – wenn Konflikte und Schwierigkeiten dies zu verhindern scheinen und wenn manchmal aufgrund der Verlagerung vieler Aufgaben ins Homeoffice auch Spannungen im eigenen Haushalt oder in der Nachbarschaft zunehmen. Er gab Zeugnis, dass Jesus Christus der Fürst des Friedens ist und uns Ruhe verschaffen kann. Er sagte, es sei Teil unseres Lebens, wenn wir an manchen Tagen nicht alles schaffen, wenn wir Momente erleben, in denen wir am Rande der Verzweiflung stehen und am liebsten davonlaufen würden, wo wir uns fragen: wo ist die Hilfe des Herrn? An solchen Tagen, die der Herr eingeplant hat, sollen wir trotzdem weitergehen, sagte er. „Wir werden bald darauf sehen, dass die Dinge nicht so schlimm sind. Wir sollen die Gebote halten, wir sollen versuchen, dennoch 'in der Sanftmut des Herrn zu wandeln' (LuB 19:23), zu beten und uns 'mit dem Band der Nächstenliebe zu bekleiden'. Dies wird unsere Seele trösten und wir werden Ruhe finden.“ Auch das Gebet sei „ein kräftiges Werkzeug, um den Fürsten des Friedens in unserer Nähe zu fühlen. Er möchte mit uns reden und uns seinen Geist senden.“ Auch die Aufforderung von Präsident Nelson zur Dankbarkeit führe uns auf diesen Weg. Doch manchmal sei es auch notwendig, uns „rein zu waschen“ und von einem Verhalten zu lassen, das uns Zeit und Kraft raubt. „Frieden stellt sich oft nicht ein, wenn wir mehr machen, sondern wenn wir etwas weglassen, um wirklich Wichtiges zu tun.“ Präsident Gessati gab am Ende seiner Ansprache Zeugnis, dass „der Herr der Fürst des Friedens ist, ein Geschenk für unsere Welt. Der Frieden Gottes übersteigt alles Verstehen.“

Sonderversammlung Salzburg 2020
Auch eine digitale Versammlung lässt uns Verbundenheit und den Geist des Herrn fühlen.

Seien wir dankbar

Der erste Ratgeber in der Pfahlpräsidentschaft Achim Erlacher erzählte, dass eines seiner Kinder bereits um 4 Uhr aufgestanden sei, um beim Christbaum zu warten, bis – um 6 Uhr – die Lichter angehen. „Auch viele von uns warten bereits sehr darauf, dass sich die Situation um die gegenwärtige Pandemie endlich normalisiert, die jeden von uns in irgendeiner Weise getroffen hat“, sagte er. Auch seine Familie habe in diesem Jahr viele Herausforderungen erlebt. Doch er habe sich hingesetzt und – gemäß der Aufforderung unseres Propheten – darüber nachgedacht, wofür er in seinem Leben dankbar sei. Das Resultat dieses Nachdenkens war schließlich eine lange Liste von Segnungen, die er den Herausforderungen gegenüberstellte, dazu gehörten vor allem auch Menschen, für die er dankbar sei. Irgendwann erreichte seine Aufzählung eine 4-stellige Zahl. So konnte Bruder Erlacher nur eine kleine Probe daraus vorlesen. Der Kritik, dass die Bekundung von Dankbarkeit eine Form der Selbstdarstellung sei, widersprach er und zitierte: „Wer sich über das freut, was er hat, hat keine Zeit mehr, sich über das zu beklagen, was er nicht hat.“ Am Schluss seiner Ansprache rief er alle Zuhörer zur Dankbarkeit gegenüber dem Erretter auf und die Bereitschaft, jede Woche etwas für ihn zu tun.

Den Herrn siegen lassen

Präsident Mielacher sprach vom Jahr 2020 als einem für ihn persönlich „sehr ereignisreichen Jahr“. Er habe jedoch auch innige Gebete gesprochen und die Eingebung bekommen, wie Lehi und seine Familie eine gewisse „Bequemlichkeit aufzugeben“ und einige Veränderungen in seinem Leben durchzuführen. Bei der Generalkonferenz im Oktober habe er das Gefühl gehabt, der Prophet spreche ganz persönlich zu ihm, denn er fühlte die Macht Jesu Christi in seinen Worten. Der Schlüsselsatz für ihn sei gewesen: „Sind Sie bereit, Gott in Ihrem Leben siegen zu lassen?“ Und mit einem Mal hatte Bruder Mielacher die Antwort auf seine Fragen erhalten! – „Wie Lehis Familie im Buch Mormon“, sagte er, „wissen auch wir nicht, wohin die Reise geht, wir müssen einfach auf den Herrn vertrauen, dass sie irgendwie gut ausgehen wird. Vielleicht müssen wir mehrmals zurück nach Jerusalem gehen oder viele Unbequemlichkeiten erfahren. Aber der Herr will von uns wissen, ob wir bereit sind, alles zu tun, was er möchte und ihm einfach zu vertrauen. Lassen wir den Herrn in unserem Leben siegen! Lassen wir ihn die Führung übernehmen! Er ist wunderbar! Und ich liebe ihn“, bezeugte Bruder Mielacher und fügte drei Aufforderungen hinzu: 1. Überprüfen Sie Ihr Leben, was Sie vielleicht verändern sollten, 2. Folgen Sie dem lebenden Propheten, 3. Drücken Sie Ihre Dankbarkeit aus.