STIMMEN VON HEILIGEN DER LETZTEN TAGE

Eine tiefe Beziehung zum Haus des Herrn

Ein Ehepaar aus Innsbruck nutzt die Corona-Zeit für Familienforschung und wartet sehnsüchtig darauf, die gefundenen Namen zum Tempel zu bringen

Bei Magdalena und Hans Pramstaller aus Sistrans/Tirol ist die Freude groß. In ihrem Leben haben sie für sich, Freunde und Bekannte abertausende Namen und Daten von Verstorbenen zusammengetragen und in Stammbäumen abgebildet. Gerhard Egger
Bei Magdalena und Hans Pramstaller aus Sistrans/Tirol ist die Freude groß. In ihrem Leben haben sie für sich, Freunde und Bekannte abertausende Namen und Daten von Verstorbenen zusammengetragen und in Stammbäumen abgebildet.

von Magdalena Pramstaller, Gemeinde Innsbruck

Mein Mann und ich sind beide begeisterte Ahnenforscher; er hat damit etwa zwei Jahre nach seiner Taufe begonnen und hat mit einem Freund, der ihm dabei geholfen hat, verschiedene Südtiroler Pfarreien besucht. Ich konnte mich erst nach meiner Pensionierung eingehender mit meinen Ahnen beschäftigen, allerdings habe ich von meiner Mutter bereits das Vier-Generationen-Programm übernehmen können, musste dann aber doch einige Jahre lang im oberösterreichischen Landesarchiv und im Diözesanarchiv St. Pölten forschen. Während unserer Vollzeitmission in Innsbruck waren wir u.a. auch damit beschäftigt, den älteren Geschwistern bei ihrer Familienforschung zu helfen. Einen ganzen (schönen) Sommer lang haben wir durchgehend für einen älteren Bruder im oberösterreichischen Landesarchiv nach den Namen seiner Vorfahren gesucht. Diese Arbeit ist uns ans Herz gewachsen! Und sie wurde uns durch das Programm FamilySearch in letzter Zeit sehr erleichtert. Wie großartig ist es doch, dass wir heute alles über Internet „ins Haus geliefert“ bekommen!

Wir haben im Dezember 1987 geheiratet und unsere erste Aktivität war eine Tempelwoche im Jänner 1988 im Schweizer Tempel. Beide wussten wir von Anfang an, dass die Arbeit im Tempel unsere Hauptaufgabe sein würde, sobald das möglich sein kann. Im Jahr 1989 wurden wir von Präs. Burkhard, damals noch Ostdeutschland, im Freiberg Tempel als Tempelarbeiter berufen. Nach der Wiederweihung des Schweizer Tempels wurden wir von Präs. Ringger dort als Tempelarbeiter berufen und ab 2007 bis 2015 durften wir im Frankfurt Tempel für viele Monate dienen. Von 2016 bis Juli 2019 waren wir dann wieder im Schweizer Tempel als Arbeiter eingesetzt. All das ist sicher Ausdruck unserer tiefen Beziehung zum Haus des Herrn – der Tempel ist unser Leben.

Die 2020 in Tirol für längere Zeit verhängte strikte Ausgangssperre – nur Einkauf und Arztbesuch waren möglich – hat es uns leicht gemacht, viele Stunden für Familienforschung zu verwenden. Jetzt warten wir sehnsüchtig darauf, dass wir die gefundenen Namen unserer Ahnen zum Tempel bringen und die Arbeit für sie machen können.