BILDUNGSTAG DES PFAHLES SALZBURG 2021

Das Ernten von Ähren mit der Hand

Mitglieder aus Südwestösterreich lernten über die Sammlung Israels in den Letzten Tagen

Achim Erlacher war einer der Moderatoren und auch Vortragender am Salzburger Bildungstag
Achim Erlacher war einer der Moderatoren und auch Vortragender am Salzburger Bildungstag

Der bisher zweite Bildungstag des Pfahles Salzburg am 23. Jänner 2021 wurde zwar nur im digitalen Rahmen veranstaltet, doch er erreichte auf diese Weise mehr Teilnehmer und nachträgliche Zuseher als der im Vorjahr, als sich die Mitglieder noch ohne Maske und Abstand vor Ort treffen konnten. An dem über Zoom und YouTube ausgestrahlten Meeting unter dem Motto „Das größte Werk“ beteiligten sich 190 Interessenten live und nachträglich erreichte es etwa 500 „Klicks“. Durch das siebenstündige, teilweise interaktive Programm führten Präsident Achim Erlacher und Bruder André Bildhäuser, die auch Wortmeldungen, schriftliche Umfragen und andere Teilnehmerreaktionen möglich machten.

In den Vorträgen wurden nicht nur historische Details und Hintergründe zu den Offenbarungen in „Lehre und Bündnisse“ aufbereitet, sondern den Mitgliedern auch ein Bild davon vermittelt, was die Sammlung Israels innerhalb der Heilsgeschichte bedeutet und welche Aufgaben der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage darin zukommt (Vortrag von André Bildhäuser). Bruder François Radzik erläuterte vor diesem Hintergrund das „göttliche Rechtssystem“, auf dem dieses Werk beruht. Diese Rechtsordnung galt bereits im Vorherdasein, insbesondere das Recht des Erstgeborenen, der jeweils beauftragt ist, die Familie zusammenzuhalten und zu führen. Bruder Radzik zeigte aus den Schriften, dass der Stamm Juda zur weltlichen Führerschaft berufen und gesalbt wurde, der Stamm Josef jedoch zur spirituellen, sodass dem Haus Josef – und damit uns Mitgliedern der Kirche – die geistige Zusammenführung der Familie übertragen ist.

Bruder Manfred Schütze ermahnte die Mitglieder, sich um die Tempelbündnisse zu bemühen, vor allem die Ehesiegelung, und so dem Herrn zu zeigen, dass sie ihnen viel bedeutet. Man sollte Bündnisse, die man mit dem Herrn schließen könnte, nicht aufschieben, erklärte er, und sich auch im Alltag dieser Bündnisse würdig erweisen. Es liege an uns, „alles zu organisieren“, insbesondere auch das große Werk der Familienforschung und der Erlösung der Toten. Schwester Russo sprach über die erhabene Rolle der Frauen im Werk Gottes. Einen Streifzug durch unsere Kirchenlieder durften die Teilnehmer zusammen mit Schwester Anna Egger unternehmen, dabei ließen die Entstehungszusammenhänge der Lieder die tröstende, einigende und geistige Wirkung von Musik auf besondere Weise lebendig werden. Präsident Erlacher gab eine Klasse über die technischen Möglichkeiten von Zoom-Meetings und ging in einem zweiten Beitrag sehr einfühlend auf den Umgang mit kontroversiellen Themen der Kirchengeschichte und Lehre ein.

Schwester Greti Roth gab den Jugendlichen Zeugnis von den Segnungen des Tempels
Schwester Greti Roth gab den Jugendlichen Zeugnis von den Segnungen des Tempels

Wie aus sehr schwierigen persönlichen Umständen vermehrte Stärke und geistige Segnungen erwachsen, führte Schwester Jutta Matern in ihrem Zeugnis zum Thema „O Gott, wo bist du? Die Verfolgung der Heiligen – Was wir heute davon lernen können“ vor Augen. Bruder Perry Schmidl sprach zu den Jugendlichen des Pfahles als der „Hoffnung Israels“ und zog anschauliche Vergleiche zwischen dem historischen Zionslager und dem „Jugendbataillon Zions“. In seine Klasse integrierte er auch Zeugnisse des Pfahlpatriarchen Heinz Kaiser, der österreichischen Pionierin Gerti Roth, der Missionarinnen und Missionare sowie eines Jugendlichen. Aus dem Mund des vorletzten Sprechers, dem Hoherat David Roth erfuhren die Teilnehmer von bisher kaum bekannten glaubensstärkenden Begebenheiten aus der Kirchengeschichte Österreichs. Unter anderem sagte er: „Der Herr vergleicht die Sammlung Israels mit dem Ernten eines Getreidefeldes, damit, dass Arbeiter die Sichel einschlagen und ernten. Hier ist kein Mähdrescher im Einsatz, sondern man ergreift die Ähren mit der Hand und ist damit sehr nahe am einzelnen Menschen.“ Am Ende teilte Pfahlpräsident Mielacher seine Gedanken über „Zion“ und den Zionspfahl Salzburg als einen Ort der Sammlung für ein liebevolles, vergebungsbereites, reines Volk des Herrn.